Zum Inhalt springen
Ratgeber
Von Jordan Blake

KI-Begleiterin & Privatsphäre: Was passiert mit deinen Chats?

Ein tiefer Einblick, wie KI-Begleiter-Apps mit deinen persönlichen Daten umgehen, welche Risiken du beachten solltest und welche Apps deine Privatsphäre respektieren.


Menschen erzählen ihrer KI-Begleiterin Dinge, die sie nie laut zu einem anderen Menschen sagen würden – genau darin liegt der Reiz. Doch hinter dieser freundlichen Stimme stecken ein Server, ein Unternehmen und eine Datenschutzerklärung, die fast niemand liest. Was passiert also wirklich mit diesen Gesprächen?

Die meisten Apps speichern und verarbeiten deine Chats auf ihren Servern, und viele nutzen diese Daten, um das Modell weiterzutrainieren – dein nächtlicher Gefühlsausbruch kann so still und leise zu Trainingsmaterial werden. Mehrere große Apps geben außerdem an, dass menschliche Prüfer Gespräche zur Sicherheitskontrolle lesen können, und keine in dieser Kategorie bietet derzeit vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – theoretisch könnte also Personal bei Bedarf auf Nachrichten zugreifen.

Manche Apps handhaben das besser als andere. Pi und Nomi AI gelten durchweg als die datenschutzbewussteren Optionen, mit echtem Datenexport, Löschfunktionen und klareren Aufbewahrungsfristen. Kindroid sticht durch verschlüsselte private Chats hervor und trainiert nicht mit deinen Gesprächen. Apps, die sich über Werbung finanzieren oder nur eine einseitige Datenschutzerklärung haben, haben tendenziell deutlich weniger Anreiz, das zu schützen, was du teilst.

Öffne die Datenschutzerklärung der App, die du gerade nutzt, und durchsuche sie nach „löschen“, „trainieren“ und „teilen“. Fünf Minuten jetzt sind besser, als es später auf die harte Tour herauszufinden.